Paranüsse aus Bolivien, Aprikosen und Feigen aus der Türkei. Spielt die Herkunft wirklich eine große Rolle? JA, das meinen wir. Bei den meisten Früchten kann man durchaus einen Unterschied heraus schmecken, unabhängig von der Sorte. Ein „Elstar“ aus dem Südtirol schmeckt anders als der gleiche Apfel, der im alten Land im Norden von Deutschland gereift ist, richtig? Und mundet die beste Frucht und das beste Korn nicht gleich noch besser, wenn Du Dir sicher sein kannst, dass die Anbauer fair behandelt und angemessen entlohnt wurden?

Für Dich nur das Beste, was die Natur zu bieten hat. Dieses große Ziel verfolgen wir gemeinsam mit unseren Anbaupartnern. Uns geht es dabei vorrangig um naturbelassene Früchte. Bodenbeschaffenheit, Sonnendauer und Wetterverhältnisse haben einen großen Einfluss auf die Ernte. Darum legen wir Wert auf samenfeste Sorten, Urgetreide und spezielle Züchtungen. Wir wollen einfach nicht groß an unseren Rohwaren herumdoktern. Denn wir sind überzeugt, dass die natürliche Kombination besser für unseren Körper geeignet ist als der beste isolierte Inhaltsstoff in hoher Dosierung.

Ein Beispiel aus der Praxis gefällig? Aber gerne! Auf der Suche nach biologisch angebauten Feigen sind wir in der Türkei fündig geworden. Genauer gesagt in der Provinz Aydin. Die Feigen aus den Berghängen von Nazilli sind perfekt. Denn in dieser Region stimmt einfach alles: Das Klima, der Boden und der Standort. Darum wachsen dort besonders süße und große Feigen. Sie sind dazu noch dünnschalig und haben viel Fruchtmarkt.

Übrigens, hast Du gewusst, dass unsere Feigen in vier Größen eingeteilt sind? Wir unterscheiden Lerida-, Protoben-, Natural- oder Sommerfeigen von Klassik über Extra Groß und Premium bis zur Spitzengröße. Aber egal wie groß – alle unsere Feigen schmecken richtig fein und warten bereits im Reformhaus Regal auf Dich!

Jeder Landwirt baut schon allein aus wirtschaftlichem Interesse ein regional passendes Angebot an. Das reicht uns aber nicht. Darum stellen wir jedem unserer Anbauer viele Fragen: Fruchtfolge, genmanipulierte Nachbarfelder, Ökosystem für Insekten und Bienen – um nur einige zu nennen. Uns interessiert weiterhin: warum werden bestimmte Früchte ausgewählt? Was wurde vorher auf der Fläche angebaut? Wie groß ist die Plantage und wie ist der Boden beschaffen? Seit wann gibt es die Anlage? All diese Antworten helfen uns bei der Auswahl und dienen der Qualitätssicherung.

Um abschließend zurück zu den Feigen zu kommen: Im Gebiet Aydin werden ausschließlich Früchte aus kontrolliert biologischem Anbau geerntet. Damit ist eine Kontamination mit konventionellen Spritzmitteln bereits ausgeschlossen. Ein Pluspunkt für die Produktsicherung!

Für die Reformhaus Produktmarke sorgsam von Hand verpackte Feigen.
Die Lieferantenfragebögen geben Auskunft über unsere Partner.
Fleißige Arbeiterinnen und Arbeiter sortieren unsere getrocknete Datteln.
„Das Reformhaus wäre nicht das Reformhaus, wenn es sich allein um seine ökonomischen Belange sorgen würde. Schließlich ist die Reformhaus Genossenschaft auch stets auf ihren Anspruch nach Verantwortungsübernahme und sozialer Gerechtigkeit ausgerichtet."
Markus Kerres Marketing u Vertrieb Reformkontor
Markus Kerres
Leitung Einkauf, Vertrieb & Marketing ReformKontor

Einfach nur Bio reicht uns nicht – wir wollen mehr. Nahrungsmittel sind unser wichtigste Gut, darum setzen wir uns aktiv mit dem ganzen Kreislauf auseinander und unterstützen genau dort, wo unsere Hilfe gebraucht wird. Soziales Engagement und die Verantwortung für Mensch und Umwelt sollte der Mindeststandard für Nachhaltigkeit sein. Unsere Devise: Heute schon an morgen denken.

2014 sorgte ein unerwartet heftiger Frost für eine verheerende Missernte im Westen der Türkei. Die Region um Aydin und deren fruchtbare Ebenen traf es besonders hart. Ein Großteil der frühen Aprikosenblüten erfror. Und so reiften nur 3 bis 5 Tausend Tonnen Aprikosen statt der erwarteten 90 bis 130 Tausend Tonnen. Die Existenz der Bauern in der Region stand auf dem Spiel. Die ReformKontor sprang ein und half. Sie spendete von jeder verkauften Packung Aprikosen 25 Cent und rundete die Spendensumme auf 50.000 Euro auf. Dieser Betrag wurde unter den Bauern aufgeteilt, die damit auf den Plantagen die Bäumchen für die nächste Saison vorbereiten konnten.

Unsere Macadamia Nüsse beziehen wir aus Kenia über den Bio-Produzenten LIMBUA. Mit wenigen Kleinbauern gestartet, ist das deutsch-kenianische Unternehmen heute die Schnittstelle zwischen mehr als 5000 Kleinbauern in Afrika und uns. Die Erzeugerregion liegt in einer der fruchtbarsten Regionen Afrikas am Fuße des Mount Kenya. Durch eine enge Betreuung und Förderung bekommen wir wertvolle Erfahrungen und spannende Geschichten fast hautnah mit.

LIMBUA setzt zu 100% auf Bio-Qualität. Das ist gut für die Natur und hilft auch der Gesundheit der Kleinbauern. Die Produktionsanlagen befinden sich alle dezentral in unmittelbarer Nähe der Kleinbauern. Dadurch bleiben die Rohstoffe frisch und die Qualität ist optimal. Auch die Transportkosten sinken. Außerdem freut es uns, dass die meisten Mitarbeiter der Produktionsanlagen aus den Bauernfamilien der umliegenden Region stammen. So können sie ihre eigenen Rohstoffe weiter verarbeiten.

Und es wird noch besser: In einigen Produktionsschritten setzt LIMBUA für eine bessere Qualität bewusst auf Handarbeit. Das schafft zusätzliche Arbeitsplätze in abgelegenen Gebieten und stoppt die Landflucht. Gerne unterstützen wir diese Prozesse mit dem Verkauf der Macadamia Nüsse im Reformhaus!

Handarbeit statt Automatisierung schafft und erhält Arbeitsplätze.
Unsere Spende für wetterbedingte Ernteausfälle türkischer Bauern (2014).
Die höchste Produktqualität durch von Hand geknackte Walnüsse.